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21. Januar 2019

Bezirkstagspräsident und Landrat bekennen sich zur oberfränkischen BfM in Kronach

Ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Berufsfachschule für Musik am Standort Kronach stand am Ende eines Spitzengesprächs zwischen Vertretern des Bezirks Oberfranken und des Landkreises Kronach am vergangenen Donnerstag. Bezirkstagspräsident Henry Schramm und Landrat Klaus Löffler, die an der Spitze des Zweckverbands der Berufsfachschule stehen, sprachen sich einmütig dafür aus, die Unterbringung der Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern.

Die Berufsfachschule für Musik in Kronach ist ein Aushängeschild der qualifizierten Ausbildung von staatlich geprüften Musikerinnen und Musikern in Oberfranken. Allein der bauliche Zustand der Einrichtung schränkt den Schulbetrieb zunehmend ein. Im Beisein von Landrat Klaus Löffler, Vertretern der Kreistagsfraktionen, des Schulleiters Andreas Wolf, des stellvertretenden Schulleiters Burkhart Schürmann und der Personalratsvorsitzenden Birgit Eichstädter machte sich Bezirkstagspräsident Henry Schramm am Donnerstag selbst ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort. Bezirk und Landkreis tragen seit 1982 zu gleichen Teilen einen gemeinsamen Zweckverband, zu dem neben der Berufsfachschule auch die Kreismusikschule Kronach gehört.

„Wir stehen zu unserer Verantwortung und hinter der Berufsfachschule. Gemeinsam müssen wir nach guten Lösungen suchen, wie wir den Fortbestand der Berufsfachschule in Kronach sichern können. Dazu gilt es, Planungen im Bestand zu machen oder geeignete Immobilien und Grundstücke zu finden, um die Unterbringung der Schule nachhaltig zu verbessern“, fassten Bezirkstagspräsident Henry Schramm und Landrat Klaus Löffler am Ende des rund eineinhalbstündigen Treffens zusammen.

Im Zuge der neuen Räumlichkeiten sollen die Anforderungen an eine zeitgemäße räumliche Unterbringung für Schüler und Lehrkräfte, einschließlich der Barrierefreiheit erfüllt werden. Aktuell besuchen rund 60 Schülerinnen und Schüler die Berufsfachschule, rund 400 Kinder und Jugendliche werden in der Kreismusikschule unterrichtet, davon etwa 300 am Standort in Kronach selbst. „Dafür sind die gegenwärtigen räumlichen Gegebenheiten nicht ausgelegt. Der Schulbetrieb läuft täglich von 8 bis 21.30 Uhr statt, um den Bedarf abzudecken“, verdeutlichte Schulleiter Andreas Wolf.

„Die musikalische Ausbildung junger Menschen in unserer Schule ist uns sehr wichtig. Die Einrichtung hat eine oberfrankenweite Bedeutung und muss dringend saniert werden. Daher prüfen wir jede Möglichkeit, wie wir die Situation verbessern könnten. Eine Möglichkeit wäre eventuell eine Zusammenlegung im Zuge der Sanierung unserer Berufsschule in der Siechenangerstraße“, präsentierte Landrat Klaus Löffler erste Ideen.

Am Ende des Gesprächs wurde die Verwaltung des Landkreises um Kreiskämmerer Günther Daum beauftragt, nach Grundstücken und Immobilien zu suchen, die als neue Heimat für die Berufsfachschule dienen könnten. Dabei soll der Fokus aufgrund der verkehrsmäßigen Anbindung auf der Kreisstadt Kronach liegen. Die Schulleitung um Andreas Wolf und Stellvertreter Burkhart Schürmann soll dazu ein Raum- und Funktionsprogramm erstellen. Die von Werner Roder, Geschäftsleiter des Bezirks, aufgeworfene Frage nach einer organisatorischen und finanziellen Trennung zwischen Kreismusikschule und Berufsfachschule unter gemeinsamer Nutzung der neuen Räume soll einvernehmlich zwischen dem Landkreis und dem Bezirk gelöst werden, stellte Bezirkstagspräsident Henry Schramm in Aussicht.

Quelle: Pressemitteilung des Bezirks Oberfranken vom 21.01.2019

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